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Es werde Licht

Ohne das richtige Beleuchtungskonzept geht im Büro gar nichts

Wer im Büro viel Zeit vor dem Computer verbringt, weiß wie sehr diese Tätigkeit die Augen beansprucht. Das lange Schauen auf den Bildschirm kann bei schlechten Lichtverhältnissen zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Augenleiden und Kopfschmerzen führen. Umgekehrt kann eine ergonomisch richtige Beleuchtung im Büro die Motivation, Leistungsfähigkeit und Produktivität positiv beeinflussen und zu besseren Arbeitsergebnissen führen. Ohne das richtige Beleuchtungskonzept geht also im Büro gar nichts. Doch wie sieht das optimal ausgeleuchtete Büro aus? Wir haben bei unserem Planer Christoph Bayer nachgefragt.

Wie wirkt sich ein heller Arbeitsplatz auf Menschen aus?

Na äußerst positiv. Für mich kann es gar nicht hell genug sein! Wenn wir uns überlegen, wo wir uns am wohlsten fühlen, dann sagen um die 95% der Befragten: am Strand, bei klaren Himmel in den Bergen, im Biergarten, im Straßencafé, auf der Skipiste. Also immer draußen. Dass wir uns am Arbeitsplatz nicht in einer Höhle verstecken wollen, liegt da auf der Hand. Bringen wir nun etwas Sonne an den Arbeitsplatz, so fühlen wir uns einfach besser. Wir kennen die Herbstdepression, nicht aber eine Sommerdepression.

Welche positiven Auswirkungen hat das auf die Produktivität und Arbeitsalltag?

Da gibt es eine interessante Studie, die VW vor fast 20 Jahren über einen Zeitraum von 4 Jahren unternommen hatte. Man erhöhte die Lichtfarbe in der Fertigung von 4000 auf 8000 Kelvin. Kurz zur Verdeutlichung: Die Lichtfarbe (die Einheit heißt Kelvin) von 1300 k kommt dem Kerzenschein nahe, bei 3000 k fühlen wir uns wohl, ab 6000 k fühlen wir uns super, hier wird das Glückshormon Serotonin (das „Powerhormon“) ausgeschüttet. Das sorgte dann bei VW nach 4 Jahren für eine Senkung der Ausfallquote um 20% und um eine Verringerung der Fehlerquote um ein Drittel. Für den Mitarbeiter bedeutet das auch ein Mehr an Motivation, von der persönlichen Sicherheit am Arbeitsplatz ganz zu schweigen. Und für den Arbeitgeber ergibt das eine gesteigerte Produktivität der Mitarbeiter. Eine Win-Win-Situation. 

Das Licht beeinflusst unsere Gesundheit und Wohlbefinden. Wie schafft man eine solche ergonomische Beleuchtung?

Wie gesagt, hell genug kann es mir nie sein. Helligkeit und ein Maximum an Lichtfarbe sind schon mal gute Faktoren. Nicht umsonst wurde vor ein paar Jahren die Lichtstärke am Arbeitsplatz von 500 lumen auf 650 lumem angehoben. Wen es interessiert, nachzulesen ist das in der DIN 12464. Dann achten wir in der Planungsabteilung darauf, dass wir zum Beispiel direkte Blendungen durch das Tageslicht oder Reflexionen am Bildschirm vermeiden. Wir können diese negativen  Einflüsse mit Sonnenschutz am Fenster, neigbaren Monitoren, oder reflexionsarmen Tischplatten unserer Büromöbel-Lieferanten vermindern. Flexibel bleiben wir durch den Einsatz von Stehleuchten, die durch ihre Mobilität fix einen Umzug mitmachen. Fest installierte Leuchten in der Decke bedeuten da natürlich einen viel höheren Aufwand bei Veränderungen. Und die sind mittlerweile nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Wie kann man den Arbeitsplatz optimal ausleuchten?

Als Leuchtmittel hat sich ja mittlerweile die effiziente LED-Beleuchtung durchgesetzt. Wir setzen gerne sogenannte „direkt / indirekte“ Beleuchtung ein. Die nach oben abstrahlende Einheit beleuchtet die Raumdecke, über die das Licht in den Raum gestreut wird. Die nach unten leuchtende Fläche leuchtet den Arbeitsplatz aus.

Die Oberflächen sind mit Microprismen-Abdeckungen ausgestattet, die eine Blendung der lichtstarken LED´s verhindern und das Licht schön streuen. Ja, dann empfehlen wir noch ein Dimmen der Leuchte. Dies kann der Nutzer selber bewerkstelligen oder lässt dies von einem Tageslichtsensor erledigen. Dass LED´s wesentlich ökonomischer sind, ist ja mittlerweile bekannt.

Und wie sieht es im Büro 4.0 aus? Gibt es hier spezielle Trends oder Beleuchtungskonzepte für die moderne Arbeitswelt von morgen?

Na wie soeben angesprochen, ist eine intelligente Steuerung auf dem Vormarsch. Die Leuchte wird aktiv, sobald man sich im Erfassungsbereich aufhält. Ist niemand da, schaltet sich die Leuchte aus. Das spart Kosten, die Leistung wird minimiert, wenn das Tageslicht heller wird. Ein großes Thema auch auf der light & building Messe in Frankfurt war das „farbdynamische Licht“. Über eine intelligente Steuerung wird eine Lichtfarbe von 3000 k bis 6500 k zur passenden Tageszeit erzeugt: Früh morgens setzt man einen hohen Blauanteil mit 6500 k ein - das motiviert, gegen Abend dann geht es zu 3000 k mit einem Rotanteil. Abends geht ja auch die Sonne unter. Man sieht, Ziel ist es, das Tageslicht in die Räume zu bringen, passend zu unserem Biorythmus.

Arbeit 4.0 bedeutet ja, dass wir im Büro neben den Arbeitsplätzen für weitere alternative Zonen sorgen: Regenerationszonen, Kommunikationszonen, Besprechungsräume, Sitzecken, Aktivzonen etc. Alle Bereiche stellen interessante Anforderungen an die Leuchten-Auswahl, was Design, Leuchtmittel und Ausstattung angeht. Denn Leuchten können nun auch schon auch die Akustik im Raum verbessern! Schallabsorber sorgen für eine Verbesserung der Nachhallzeit im Büro. Das ist aber eine andere Geschichte. Darüber können wir uns auch einmal unterhalten.

Bei dem individuellen Beleuchtungskonzept für implexis setzte Christoph Bayer unter anderem auf die Leuchte Sonic von XAL.

Christoph Bayer realisierte für den IT-Dienstleister implexis in Münster das inhaltlich mutigste und zukunftsweisende Büro des Unternehmens. Die Lichtplanung war ein entscheidender Bestandteil der Planung. Bei dem individuellen  Beleuchtungskonzept setzte der Planer unter anderem auf die Leuchte Sonic von XAL.

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Dann lassen Sie sich von unseren Büro- & Objekteinrichtungsexperten bei Ihrer Planung unterstützen. Wir gestalten Büroräume nach Ihren Vorgaben, bringen unsere Erfahrungen ein, berücksichtigen die aktuellen Richtlinien und Verordnungen, liefern Ideen und unterbreiten Vorschläge für die Gestaltung.