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Handwerker blicken zuversichtlich auf 2015

Handwerker blicken zuversichtlich auf 2015

Die Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz hat eine ausgewählte Anzahl von Handwerksbetrieben zur aktuellen Stimmungs- und Auftragslage befragt und die Zahlen im Rahmen des vierteljährlichen Konjunkturberichts 1. Quartal 2015 vorgestellt. Insgesamt lässt sich feststellen, dass die aktuelle Wirtschaftslage sehr robust und die Konjunkturaussichten im Handwerk weiterhin gut sind. Der Winter hat dem Handwerk zwar zu schaffen gemacht, doch der Sektor ist zuversichtlich für 2015.

Das Geschäftsklima als Stimmungs- und Frühindikator erreichte 26 Punkte auf einer Skala von -100 bis +100 und stieg gegenüber letztem Quartal um 7 Prozentpunkte. Zwischen den einzelnen Branchen gibt es deutliche Unterschiede. Verantwortlich für den Anstieg sind Zuwächse im Bauhauptgewerbe (17 Prozent), in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (7 Prozent), im Lebensmittelgewerbe (21 Prozent) sowie im Gesundheitsgewerbe (29 Prozent). 86 % der Unternehmer schätzen Ihre aktuelle und 91 Prozent die künftige Lage als gut bzw. befriedigend ein.

Die Auftragslage entwickelte sich im ersten Quartal insgesamt zufriedenstellend

24 % der Betriebe (+6 %) meldeten gegenüber dem Vorquartal steigende Auftragseingänge. Für 46% waren sie konstant, der Anteil der Betriebe mit gesunkenen Auftragseingängen sank gegenüber dem Vorquartal um 2 Prozentpunkte auf 30% ab. Acht Wochen beträgt die durchschnittliche Auftragsreichweite. Gegenüber dem Vorquartal ist das ein Anstieg um 2 Wochen. Mit 10 Wochen können insbesondere das Bauhauptgewerbe und die Handwerker für den gewerblichen Bedarf eine sehr gute Auftragslage vorweisen. Als Folge der Auftragslage konnten 82% der Betriebe eine sehr gute bzw. gute Auslastung erzielen. Jahreszeitlich bedingt betrug der Anteil der Betriebe mit einer schlechten Auslastung 18%. Als Folge saisonaler Einflüsse fiel die Betriebsauslastung etwas hinter das Niveau des Vorjahres zurück.

Der Witterung entsprechend tendierten die Umsätze rückläufig

61 % der Befragten meldeten zum Vorquartal steigende bzw. gleichbleibende Umsätze. Über ein Drittel der Handwerker mussten jedoch Rückgänge hinnehmen. Gestiegen oder gleich geblieben sind die Umsätze im Kraftfahrzeuggewerbe (72%) und in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (69%), Umsatzrückgang musste im ersten Quartal auch eine wetterunabhängige Branche, das Gesundheitshandwerk (55%), hinnehmen.
Als positiv wird die Entwicklung der Verkaufspreise eingeschätzt. In nahezu allen Befragungsgruppen konnten höhere Preise am Markt durchgesetzt werden. Nur 10% der Betriebe dagegen äußerten, niedrigere Verkaufspreise gegenüber dem Vorquartal zugrunde gelegt zu haben.

Erwartungsgemäß war die Einstellungsbereitschaft der Betriebe im ersten Quartal verhalten

Während bei 81 Prozent der Betriebe ihr Personalbestand gleich blieb oder sogar vergrößert wurde, meldete jeder fünfte Betrieb gesunkene Mitarbeiterzahlen. Einen positiven Beschäftigungssaldo konnten einzelne Gruppen wie das Lebensmittelgewerbe verzeichnen: dort haben 15 Prozent steigende Mitarbeiterzahlen angegeben. Mit Blick auf die kommenden drei Monate haben 15 Prozent aller Befragten angegeben, dass sie Neueinstellungen planen.

Der Winter hat dem Handwerk zu schaffen gemacht, doch der Sektor kommt wieder gut in Schwung

Die positive Stimmung wird durch steigende Auftragseingänge und Verkaufspreise getragen. Das hohe Niveau könne, so die Handwerkskammer, nur erhalten bleiben, wenn alle Rahmenbedingungen stimmen. So sieht man insbesondere die Politik am Zug, die klare Zeichen für den Mittelstand setzten muss, zum Beispiel bei den Themen Erbschaftssteuer und kalte Progression. Eine hohe Bedeutung für die weitere positive Entwicklung wird außerdem der Fachkräftesicherung beigemessen.

Der vollständige Konjunkturbericht steht unter http://www.hwkno.de/artikel/konjunktur-76,2518,3292.html zur Verfügung.